Belgien verbietet die Ausstellung von Tabakprodukten in Geschäften ab 1. April

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Ab dem 1. April 2025 dürfen Einzelhändler in Belgien keine Tabakprodukte mehr an Verkaufsstellen ausstellen, nach einer Änderung des Verbraucherschutzgesetzes vom 24. Januar 1977. Das Verbot umfasst Zigaretten, Zigarren, Drehpapiere, Wasserpfeifentabak und E-Zigaretten und untersagt den Verkauf dieser Produkte in Lebensmittelgeschäften mit einer Fläche von mehr als 400 Quadratmetern.

Einzelhändler müssen nun alle tabakbezogenen Produkte, Raucherartikel und E-Zigaretten sowohl im Inneren als auch von außen an öffentlichen Verkaufsstellen verbergen, einschließlich Buchhandlungen, Supermärkten, Tankstellen, Nachtshops und Duty-Free-Geschäften an Flughäfen. Die Produkte müssen in Schubladen, geschlossenen Behältern oder hinter Vorhängen, Schiebetüren oder undurchsichtigen Glasscheiben versteckt werden.

Lagerbereiche müssen neutral bleiben, ohne Beleuchtung, Bilder oder Markennamen, und sollten nur für Ladenpersonal zugänglich sein und sich nach Gebrauch sofort schließen. Kunden können Tabakprodukte über eine schlichte Liste erwerben, die Marken, Produkttypen, Mengen und Preise enthält und in Papier- oder digitaler Form verfügbar ist.

Verstöße gegen diese Vorschriften können mit Gefängnisstrafen zwischen einem Monat und einem Jahr sowie Geldstrafen zwischen 2.000 € und 800.000 € geahndet werden.

Die Tabaklobby Cimabel hat Bedenken geäußert, dass diese neuen Anti-Tabak-Maßnahmen den illegalen Zigarettenhandel ankurbeln und die Kosten für Einzelhändler erhöhen werden, was einige davon abhalten könnte, weiterhin Tabakprodukte zu verkaufen. Der Verband befürchtet, dass belgische Verbraucher, die sich bereits billigen illegalen Zigaretten zuwenden, zunehmend aus illegalen Quellen kaufen werden, was zu einem jährlichen Steuereinnahmeverlust von 2,2 Milliarden Euro führen könnte.

Trotz der Gesundheitsrisiken zeigen aktuelle Zahlen der Krebsstiftung, dass 24% der Belgier rauchen, 19% davon täglich. In Belgien werden jährlich 14.000 Todesfälle dem Rauchen zugeschrieben, und etwa 300.000 Menschen leiden an tabakbedingten Erkrankungen.

Matthew Ma
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