Österreich lehnt WHO-unterstütztes Verbot von Zigarettenfiltern und E-Zigaretten ab
Das österreichische Gesundheitsministerium hat ein klares Nein zu möglichen Verboten von Filterzigaretten und E-Zigaretten ausgesprochen, die derzeit auf dem fünftägigen Gipfel (COP11) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf diskutiert werden. Delegierte aus 180 Mitgliedstaaten beraten über neue Maßnahmen zur Bekämpfung des Tabakkonsums, mit Schwerpunkt auf Lobbying durch die Industrie sowie den Gefahren neuartiger Nikotinprodukte wie Vapes und Snus für Jugendliche.
Eine WHO-Expertengruppe hat empfohlen, den Import und die Produktion von Filterzigaretten zu verbieten, um ihre Attraktivität und ihre negativen Umweltauswirkungen zu verringern, da Kunststofffilter eine bedeutende Quelle der Umweltverschmutzung darstellen. Der EU-Rat soll diese Empfehlung bereits unterstützt haben. Auch ein Verbot von E-Zigaretten wird als zusätzliche Regulierungsmaßnahme diskutiert. Für Österreich, wo 95 % aller Zigaretten Filter haben, wäre ein solches Verbot nahezu gleichbedeutend mit einem vollständigen Zigarettenverbot.
Als Antwort auf eine Anfrage der Zeitung „Heute“ erklärte das österreichische Gesundheitsministerium unmissverständlich: „Bei uns wird es kein Verbot für Trafiken geben, kein Verbot für Zigaretten, kein Verbot für Zigarettenfilter – und all das wird nicht über die Köpfe der Österreicher hinweg beschlossen.“ Diese klare Haltung deutet auf mögliche Konflikte hin, während die internationale Gemeinschaft über strengere Tabakkontrollmaßnahmen debattiert.
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