Polens „Doppelte Verbrauchssteuer“ auf Vapes schürt Schwarzmarkt-Befürchtungen
Neue Verbrauchssteuer-Regulierungen, die am 1. August in Polen in Kraft getreten sind, haben das eingeführt, was Experten eine absurde „Doppelbesteuerung“ von Dampfprodukten nennen – eine Maßnahme, die ihrer Warnung zufolge bereits eine erhebliche Ausweitung des illegalen Marktes anheizt. Die Gesetzgebung erstreckt die Verbrauchssteuer nicht nur auf E-Liquids, sondern auch auf wiederverwendbare Dampfgeräte und deren austauschbare Kartuschen – eine Politik, die innerhalb der Europäischen Union beispiellos ist.
Krzysztof Flis, Rechtsberater bei Baker McKenzie, verdeutlicht das Problem bei Einweg-E-Zigaretten, wo zusätzlich zur bestehenden Verbrauchssteuer auf das Liquid (die erhöht wurde) nun eine neue Pauschalsteuer von 40 PLN pro Einheit angewendet wird. Bei wiederverwendbaren Systemen besteuert das Gesetz nun sowohl das verbrauchbare E-Liquid als auch das Gerät, das es verdampft. „Ich vergleiche diese Situation mit der Absurdität, sowohl den Wodka als auch die Flasche zu besteuern, in der er verkauft wird. Dies ist der erste derartige Fall in der EU,“ kommentierte Flis.
Maciej Powroźnik, Präsident der Arbeitgebervereinigung der Dampfindustrie, stimmte dem zu und erklärte, dass kein anderes EU-Land die Dampfgeräte selbst besteuert. Er bemerkte, dass solche Politiken eher charakteristisch für Länder wie Belarus oder Russland sind. Dies hat ernsthafte Fragen zur Kohärenz der Politik aufgeworfen, insbesondere da sie scheinbar keine Koordination mit dem Gesundheitsministerium aufweist, das separat ein komplettes Verbot von Einweg-E-Zigaretten vorgeschlagen hat. Dies versetzt legale Unternehmen in die Position, sich an neue Steuerregeln für Produkte anzupassen, die bald vollständig verboten sein könnten.
Diese aggressive Steuerpolitik zieht Vergleiche zu Polens Vergangenheit. Ein neuer Bericht des Warschauer Unternehmens-Instituts (WEI) erinnert daran, dass eine Reihe von scharfen Verbrauchssteuer-Erhöhungen zwischen 2011-2014 zu einem Kollaps des legalen Zigarettenmarktes und einem Anstieg des illegalen Handels führte, wodurch die Haushaltseinnahmen sanken. Der Bericht warnt, dass sich die Geschichte wiederholt. Daten aus dem ersten Quartal 2025 zeigen bereits einen alarmierenden 16%igen Rückgang der legalen Verkäufe von Zigaretten und Tabakerhitzungsprodukten und einen 19%igen Rückgang bei Drehtabak im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024. Dies wird nicht als Erfolg der öffentlichen Gesundheit gesehen, sondern als harter Beweis dafür, dass Verbraucher zum Schwarzmarkt fliehen.
Maciej Powroźnik schätzt, dass der Schwarzmarkt für Dampfprodukte bereits 40% erreicht hat. Die Konsequenzen sind dreifach: fiskalische Verluste für den Staat, gesellschaftlicher Schaden, da Verbraucher sich unregulierten Produkten unbekannter Herkunft zuwenden, die schädliche Substanzen enthalten können, und wirtschaftlicher Schaden für Polens bedeutenden legalen Tabak- und Dampf-Produktionssektor. Experten argumentieren, dass diese Politik unter dem Deckmantel der öffentlichen Gesundheit stattdessen „Schäden produziert“, indem sie den legalen, regulierten Markt zerstört und Verbraucher zu gefährlichen, unkontrollierten Alternativen drängt.
- Nachrichtenquelle: Podwójna akcyza zdusi rynek e-papierosów






