Kroatien erhöht Tabak- und Vape-Steuern: Preise steigen zum Jahresbeginn
Kroatien hat zum Beginn des neuen Jahres neue Verbrauchsteuern auf Tabak- und Vape-Produkte eingeführt, was zu Preiserhöhungen von bis zu 20 Cent pro Zigarettenpackung geführt hat. Die Regierung strebt an, nahezu 130 Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen zu erzielen und den Tabakkonsum einzudämmen, warnt jedoch gleichzeitig vor anhaltenden Sorgen hinsichtlich des Schwarzmarktes.
Kernaussagen:
- Preiserhöhung: Zigaretten, Tabakwaren und E-Liquids sind nun teurer.
- Einnahmeziel: Der Staat rechnet mit rund 130 Mio. € zusätzlichen Einnahmen.
- Gesundheitsfokus: Die Maßnahmen sollen das Rauchen eindämmen, das in Kroatien jährlich rund 14.000 Todesfälle verursacht.
- Jugendliche im Fokus: Der hohe E-Zigarettenkonsum unter Jugendlichen (33 % der 15- bis 16-Jährigen) ist ein zentrales Problem.
Erhöhungen der Verbrauchsteuern beziehen sich auf staatlich auferlegte Steueranhebungen auf bestimmte Waren, in diesem Fall Tabak- und Nikotinprodukte, mit dem Ziel, Einnahmen zu steigern und den Konsum zu reduzieren. Seit Jahresbeginn sehen sich Raucher und Dampfer in Kroatien aufgrund dieser gesetzlichen Änderungen mit höheren Kosten konfrontiert.
Fiskalische und gesundheitliche Auswirkungen
Die kroatische Regierung hat die Verbrauchsteuern auf Zigaretten, Tabakprodukte und E-Liquids erhöht, was zu einer Preissteigerung von bis zu 20 Cent pro Zigarettenpackung geführt hat. Die Behörden gehen davon aus, dass diese Maßnahme zusätzliche Einnahmen in Höhe von etwa 130 Millionen Euro generieren wird. Neben den fiskalischen Vorteilen besteht das erklärte Hauptziel darin, die öffentliche Gesundheit zu verbessern, indem die Verbreitung von Rauchen und Nikotinabhängigkeit verringert wird.
Derzeit rauchen in Kroatien rund 900.000 Menschen, wobei rauchbedingte Krankheiten jährlich etwa 14.000 Todesfälle verursachen. Besonders besorgniserregend ist der Konsum unter Jugendlichen: Studien zeigen, dass zwei von fünf jungen Erwachsenen rauchen und etwa ein Drittel der 15- und 16-Jährigen angab, im Monat vor der letzten Erhebung E-Zigaretten genutzt zu haben.
Wirtschaftliche Risiken und Sorgen um den Schwarzmarkt
Während einige Bürger die Preiserhöhungen als abschreckende Maßnahme begrüßen, mahnen Wirtschaftsvertreter zur Vorsicht. Der kroatische Arbeitgeberverband warnte, dass starke und plötzliche Steuererhöhungen Verbraucher in den Schwarzmarkt treiben könnten, was den legalen Verkauf untergraben würde. Dies stellt ein erhebliches Risiko für die heimische Wirtschaft dar, da die kroatische Tabakindustrie rund 300 Produzenten umfasst und jährlich etwa 400 Millionen Euro an Exporten und verbundenen wirtschaftlichen Aktivitäten erwirtschaftet.




