Niederländische Tabakindustrie lehnt Anhebung des Rauchalters auf 21 Jahre ab
Die niederländische Tabakindustrie hat einen Regierungsplan scharf kritisiert, das gesetzliche Mindestalter für den Kauf von Tabak- und E-Zigaretten von 18 auf 21 Jahre anzuheben. Der Vorschlag, der von den Koalitionsparteien D66, VVD und CDA unterstützt wird, soll eine „rauchfreie Generation“ fördern. Hersteller argumentieren jedoch, dass er die Rechte erwachsener Bürger einschränke. Mehr dazu.
Jan Hein Sträter, Direktor des Branchenverbands VSK, bezeichnete den Vorstoß als „schlecht durchdacht und unklug“. Er verwies auf den Widerspruch, dass 18-Jährige heiraten, Hypotheken aufnehmen und im Militär dienen dürfen, ihnen aber gleichzeitig die Entscheidung zum Kauf von Nikotinprodukten verwehrt werde. „Es ist unverständlich, dass jemand für all das als erwachsen gilt, aber nicht selbstständig wählen darf“, erklärte Sträter.
Während Gesundheitsexperten und Psychologen die Altersanhebung unterstützen, um dem zunehmenden Dampfen unter Jugendlichen entgegenzuwirken, fordert die Industrie zunächst eine Bewertung der bestehenden Maßnahmen. Sträter betonte, dass die Wirksamkeit und Durchsetzung der aktuellen Altersgrenze von 18 Jahren nie ausreichend untersucht worden sei, und stellte infrage, welchen Effekt eine weitere Anhebung hätte, solange Vollzugsprobleme ungelöst bleiben.






