Deutschland kündigt Pläne für ein gesetzliches Verbot von Einweg-E-Zigaretten an
Die deutsche Bundesregierung hat offiziell ihre Absicht bestätigt, ein gesetzliches Verbot von Einweg-E-Zigaretten einzuführen – ein Schritt, der von der Entsorgungswirtschaft als entscheidend für den Umwelt- und Arbeitsschutz begrüßt wird. Die Ankündigung erfolgte durch eine Protokollerklärung während der Beratungen des Bundesrates zu Änderungen des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG).
Anja Siegesmund, Präsidentin des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE), bezeichnete das Vorhaben als zentral für die Branche. Sie betonte, dass Einweg-Vapes mit ihren integrierten Lithiumbatterien eine erhebliche Brandgefahr darstellen, wenn sie unsachgemäß im Restmüll entsorgt werden. „In unseren Anlagen kommt es täglich zu Bränden aufgrund falsch entsorgter Lithiumbatterien“, erklärte Siegesmund und hob dabei die Risiken für Mitarbeitende hervor.
Der BDE wertet die Erklärung der Regierung als starkes politisches Signal: Die mit diesen Produkten verbundenen Umwelt-, Gesundheits- und Jugendschutzrisiken seien nicht länger hinnehmbar. Da andere europäische Länder wie Belgien, Frankreich und das Vereinigte Königreich bereits Verbote umsetzen, wird Deutschland aufgefordert, schnell nachzuziehen. Die Branche argumentiert, dass Einwegprodukte mit nicht entfernbaren Batterien in einer modernen Kreislaufwirtschaft keinen Platz haben.
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