Schweiz: Kanton Genf verbietet Einweg-E-Zigaretten
Der Kanton Genf in der Schweiz hat den Verkauf von Einweg-E-Zigaretten, auch bekannt als „Puff Bars“, verboten, wobei das neue Gesetz sofort in Kraft tritt. Der Große Rat (Kantonsparlament) verabschiedete die Gesetzgebung am Freitag fast einstimmig unter Berufung auf eine Notstandsklausel.
Die Gesetzgeber verurteilten die schädlichen Auswirkungen dieser Einweg-Vapes sowohl auf die öffentliche Gesundheit als auch auf die Umwelt. SP-Großrätin Jennifer Conti bezeichnete die Produkte als eine „Schande“, die darauf ausgelegt seien, junge Menschen anzusprechen. Die Geräte, die bei Jugendlichen beliebt sind und seit etwa fünf Jahren in der Schweiz erhältlich sind, wurden wegen ihres Suchtpotenzials und der Umweltschäden durch ihre Entsorgung kritisiert.
Genf schließt sich mehreren anderen Schweizer Kantonen an, darunter Wallis, Bern und Jura, die bereits ähnliche Verbote erlassen haben. Diese lokale Maßnahme erfolgt, während auch ein landesweites Verbot geplant ist. Die Schweizer Bundesversammlung (Nationalrat und Ständerat) haben beide einen Antrag zum Verbot von Einweg-Vapes im ganzen Land genehmigt. Der Bundesrat muss nun das Tabakproduktegesetz ändern, um dieses nationale Verbot umzusetzen. Wiederaufladbare E-Zigaretten bleiben davon ausgenommen.
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